FAQ
Was versteht man unter organischen Abfällen?
Unter organischen Abfällen versteht man pflanzliche und tierische Restmaterialien. In diesen Abfällen ist Sonnenenergie in Form von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweissen gespeichert. Durch entsprechende Behandlung (z.B. Vergärung) kann aus diesen Abfällen Biogas gewonnen werden.
Wie verläuft die Konvertierung von Biogas in Strom und Wärme?
Die Produktion von Strom und Wärme durch Biogas findet in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) statt. Zentraler Bestandteil eines BHKWs ist ein Verbrennungsmotor, der einen daran gekoppelten Generator antreibt. Dieser produziert den Strom, welcher dann ins Netz eingespeist wird. Die Abwärme des Motors kann über Wärmetauscher abgenommen und dem Heizsystem zugeführt werden.
Wieso muss man für die Entsorgung von organischen Abfällen bezahlen?
Neben Sammel- und Transportkosten fallen Investitions- und Betriebskosten an. Da der Verkauf von energetischen und stofflichen Endprodukten diese Kosten nicht deckt, müssen Sack- und Containergebühren erhoben werden.
Was gehört in die Grünabfuhr?
Gartenabfälle:
- Rasen- und Wiesenschnitt
- Strauch- und Baumschnitt
- Stauden von Blumen und Gemüse
- Laub, Unkraut und Fallobst
- Balkon- und Topfpflanzen
Haushaltabfälle:
- Rüstabfälle von Obst und Gemüse
- Kaffeesatz und Teekraut
- Kleintiermist und Katzensand
- Eierschalen
- Compo-Bag (Kompostierbeutel)
Speisereste
- Obst, Gemüse, Salat
- Brot und Gebäck
- Käse, diverse Fette
- Fisch, Fleisch
Was gehört nicht in die Grünabfuhr?
- Kunststoff, Plastik, unverrotbare Schnüre
- Steine, Glas
- Medikamente
- Metall, Aluminium, Blechdosen
- Textilien, Staubsaugersäcke
- Batterien
- Mineralöl
- Strassenwischgut, Asche
Existieren Kompogas-Anlagen für den privaten Haushalt?
Nein. Es existieren zwar sehr kleine Anlagen für landwirtschaftliche Betriebe, jedoch lohnt sich eine Mini-Vergärungsanlage für den privaten Haushalt (noch) nicht.
Was sind die Vorteile/Nachteile der Vergärung gegenüber der Kompostierung?
Durch die Vergärung wird CO2-neutrales Biogas produziert, das ins Erdgasnetz
eingespeist wird oder mit dem Strom und Wärme erzeugt werden. Die Vergärungstechnologie steht somit für die Möglichkeit einer dezentralen Abfallverwertung verknüpft mit Energieproduktion.
Jedoch ist der Kapitalbedarf bei der Vergärung im Vergleich höher als bei der Kompostierung
Wieso ist Kompogas CO2-neutral?
Organischer Abfall besteht aus Pflanzen. Diese Pflanzen haben für Ihr Wachstum CO2 der Atmosphäre entzogen. Bei der Verarbeitung und Verbrennung des Biogases wird die gleiche Menge an CO2 wieder an die Atmosphäre abgegeben. Darum ist Kompogas CO2-neutral.
Wie weit sind die Transportwege Gemeinde – Anlage?
Das Einzugsbiet einer durchschnittlichen Anlage befindet sich im Umkreis von ca. 25 km.
Wie verläuft die Aufbereitung von Rohgas in Erdgasqualität?
Die Aufbereitung zu Erdagsqualität kann grob in 3 Prozessschritte aufgeteilt werden:
1) Trocknung: Dem Rohgas wird in einer ersten Phase Wasser entzogen
2) Entschwefelung: Man entzieht dem Gas im nächsten Schritt den Schwefelgehalt
3) CO2-Abscheidung: Durch Druckwechselabsorption oder Aminwäsche wird in einem letzten Schritt der CO2-Gehalt reduziert, um den Methan-Gehalt zu erhöhen.
Danach beträgt der Methangehalt mindestens 96% und entspricht damit der Erdgasqualität.
Wie beziehe ich Ökostrom für meinen Haushalt?
Ökostrom kann über den Stromversorger bestellt werden.
Wenn ich mich für Strom aus erneuerbaren Energien entscheide, habe ich eine spezielle Stromleitung?
Nein, mit der Auswahl von Ökostrom subventioniert man die Förderung von Strom aus erneuerbaren Quellen.
Wenn ich Gas als Treibstoff verwende, wie hoch ist dann der Anteil an Biogas?
Wenn man Erdgas/Biogas tankt, dann beträgt der Mindestanteil von Biogas üblicherweise 10%. Speziell in Otelfingen bezieht man jedoch 100% Biogas, in Rümlang variiert der Anteil zwischen 40% und 80%.
Was sind die Vorteile der Vergärung gegenüber der Verbrennung?
Ein grosser Vorteil der Vergärung ist die Erhaltung der Nährstoffe. Durch den geschlossenen Kreislauf kann der Biodünger wieder in die Böden der Landwirtschaft ausgetragen werden. Ein zweiter Vorteil der Vergärung gegenüber der Verbrennung sind die tieferen Annahmegebühren für den Bioabfall. Zudem kann Biogas im Vergleich zu Wärme begrenzt gespeichert werden.